MOLITOR: Mit Änderungen im TPG die Organspende in Deutschland gegen Manipulationen sichern und für mehr Transparenz sorgen

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Gab Molitor 120BERLIN. Anlässlich der Neuregelung im Transplantationsgesetz erklärt die Expertin der FDP-Bundestagsfraktion für die Transplantationsmedizin Gabriele MOLITOR:

Nach Bekanntwerden von Manipulationen im Transplantationswesen im vergangenen Jahr haben sich die Fachpolitiker aller Bundestagsfraktionen regelmäßig mit Vertretern des Bundesministeriums für Gesundheit sowie zahlreichen Experten getroffen, um den Kontroll-Prozess zu begleiten und weiteren Gesetzgebungsbedarf zu prüfen.

Die neuerlichen Änderungen im Transplantationsgesetz ermöglichen zum einen strafrechtliche Sanktionen bei Manipulationen der Warteliste bis hin zu Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren.

Zudem muss die Bundesärztekammer ihre Richtlinien in Zukunft begründen und durch das Ministerium genehmigen lassen. Damit sorgen wir für mehr Transparenz und eine größere Verbindlichkeit der Richtlinien.

Leider gibt es einen starken Rückgang postmortaler Organspenden. Nicht nur, dass die Menschen aus Angst vor Manipulationen seltener zur Organspende bereit sind – auch die Ärzte sind inzwischen verunsichert und sprechen Angehörige seltener auf die Möglichkeit einer Organspende an.

Angefangen bei den Änderungen im Transplantationsgesetz vor einem Jahr, über die Sofortmaßnahmen des Bundesgesundheitsministers bis hin zu unseren aktuellen Änderungen haben wir viel getan, um das System der Organspende in Deutschland gegen Manipulationen zu sichern und für mehr Transparenz zu sorgen. Damit möchten wir verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen. Das alles geschieht in der Absicht, all denjenigen schwer kranken Menschen zu helfen, die dringend auf ein Spenderorgan warten.



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